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Ist Alkohol gesund? Das Bier, die Gesellschaft und das große Turnier
Ist Alkohol gesund

Ist Alkohol gesund? Das Bier, die Gesellschaft und das große Turnier

  Ist Alkohol gesund: Warum ist mein Bier deppat? Warning: Artikel enthält eine relevante Menge an Sarkasmus. Wer ihn nicht mag, sollte an dieser Stelle lieber nicht weiterlesen! Der Konflikt und die Gesellschaft In letzter

 

Ist Alkohol gesund: Warum ist mein Bier deppat?

Warning: Artikel enthält eine relevante Menge an Sarkasmus. Wer ihn nicht mag, sollte an dieser Stelle lieber nicht weiterlesen!

Der Konflikt und die Gesellschaft

In letzter Zeit werden die besserwisserischen Stimmen aus der Gesellschaft immer lauter: Trink kein Bier! Trink keinen Wein! Trink keinen Schnaps! Trink nie wieder irgendetwas! So, oder so ähnlich lauten die Ermahnungen unserer Mitmenschen. Viele Menschen verfolgen damit nur ein Ziel: Uns unser Bier, unseren Wein, unseren Schnaps schlecht zu machen. Ja was soll ich denn dann überhaupt noch trinken? Und warum soll mein Bier, mein Wein, mein Schnaps derart deppat sein? Was interessiert es die Gesellschaft überhaupt, wenn ich ein-drei Bier über den Durst trinke? Kann ihr doch wurscht sein, wenn ich vor dem Schlafengehen noch sieben Bier auf ex trinke. Das ist doch mein Bier! Und mein Bier ist nicht deppat! Ja und wie, um alles in der Welt, soll man unter derartigen reglementierenden Rahmenbedingungen ein Turnier gewinnen?

 

Ist Alkohol gesund: Das große Turnier

Es ist 2017. Es ist Wettkampfzeit. Österreich tritt bei der diesjährigen WM mit einem verjüngten Team an. Unsere Mannschaft kommt knapp bis ins Finale. Am Ende verliert Österreich aber klar. Die Tschechen holen sich haushoch den Titel – schon wieder. Es geht aber nicht um Eishockey oder Fußball meine Damen und Herren. Es geht um das Biertrinken. Es geht um den Alkohol im Allgemeinen! Es geht um unsere Mannschaft! Unsere Mannschaft ist die Gesellschaft. Es geht auch obendrein um die Frage, ob dieses Ergebnis, ein Spiegelbild einer schwachen Gesellschaft ist?

Katastrophale Rahmenbedingungen – sinkender Konsum

Dem Turnier vorangegangen, war eine durchwachsene Vorbereitungszeit, die Kondition der Mannschaft offenbar nicht an ihrem Zenit angekommen. Zusätzlich prasselten Störfeuer aus allen Schichten der Gesellschaft, wie eingangs beschrieben, auf unsere Spieler ein. Unwirkliche Bedingungen für unser Team, das nur ein Ziel hatte: Den Titel! Die Mannschaft startete, aufgrund der ruhmreichen Vergangenheit, zusätzlich unter immensen Druck. Das Ergebnis war trotzdem hart.

Man darf sich der Realität aber nicht verschließen und unsere Realität ist folglich hier: Österreich befindet sich defacto schon länger am absteigenden Ast. Das Resultat bei der WM 2017 war kein Einzelfall. Das Problem ein altes. Geht es in dieser Geschwindigkeit weiter, ist das Ende des Astes und auch des Baumes bzw. des Waldes bald erreicht. Wir sind alles in allem aktuell in keinem der relevanten weltweiten Rankings, die die konsumierte Menge an Alkohol betrifft mehr Erster – geschweige denn – der zweite Platz wäre ein Selbstläufer. Beim Bierkonsum haben uns nämlich die Tschechen schon länger die Schneid abgekauft und deklassieren uns Jahr für Jahr. Sie behaupten souveräner sowie unangefochtener Weise den Bierweltmeistertitel. Die tschechische Nation trank 2017 demnach mit unglaublichen 143 Liter Bier fast 40 % pro Kopf mehr als wir. Unser Verbrauch: tendenziell abnehmend. Den Abstand kurzfristig aufzuholen, grenzt an Utopie. Zusätzlich prekär: Knapp hinter uns lauern die Deutschen auf Platz 3.

Bei der inoffiziellen Meisterschaft im “reinen Alkohol trinken” unter den OECD-Ländern 2 Jahre früher, zeigten sich ähnliche Ergebnisse. Wir sind einfach keine Siegernation. Litauen besiegte uns damals auch klar und verwies uns auf den zweiten Platz – mit 12,7 zu 12,2 Litern reinen Alkohol pro Jahr und Person. Auf dem Gipfel der Peinlichkeiten haben wir es aber erst 2016 bei den inoffiziellen Weltmeisterschaften im Alkohol trinken, die von der WHO veranstaltet wurden, gebracht. Wir wurden damals nur grotesker Sechster. Kaum vorstellbar, aber wir konsumierten damals nur noch rund 12 Liter reinen Alkohol pro Kopf und Jahr – Tendenz weiter fallend. Diese Alkoholmenge entspricht gerade eben 25 Litern Whiskey. Auf aktuelle Verzehrsdaten umgerechnet, tranken wir zu jener Zeit lediglich blamable 201 Halbe/Krügerl Bier und 213 Achterl Wein – pro Kopf und Jahr. Lachhaft!

 

Das Problem mit dem Nachwuchs

In einer im April 2015 veröffentlichten Umfrage wurden die Gründe bereits frühzeitig klar: Wir haben schlichtweg ein Nachwuchsproblem in der österreichischen Alkoholliga. Die Ergebnisse damals sowie heute: Schlichtweg erschreckend. Der Attraktivitätswert von Alkoholexzessen schwindet wie Eiswürfeln in Punsch in angsteinflößendem Tempo. Die Mannschaft verbraucht sich immer mehr. Der Anteil an Österreichern, die angaben mehrmals wöchentlich zu trinken, sinkt bedrohlich: Von den über 74-Jährigen tranken demnach im Schnitt zwar noch über 37 %. Diese Zahl sinkt aber kontinuierlich bis auf erschreckend willenlose 6 % in der Gruppe der unter 15-18-Jährigen. Das Trinken ist offenbar nicht mehr en vogue. Die Jugend hat kein gesteigertes Interesse mehr an dem Suchtmittel Alkohol. Trichter, Biersuppe und Shots gehören nicht mehr zum täglichen Leben  – eine unüberwindbare Hürde für ein zwar engagiertes aber in der Alterszusammensetzung ganz klar nicht ausbalanciertes Team!

 

Ist Alkohol gesund: Konkurrenz schläft nicht

Nicht nur, dass die Österreicher immer weniger trinken, sondern auch, dass andere Nationen im Wettbewerb aufholen, sollte uns Kopfzerbrechen bereiten: Die Chinesen zum Beispiel steigerten in dem Zeitraum von 2000 – 2013 ihren Konsum um mehr als 73 %. Die Inder wiesen im selben Zeitraum eine Steigerungsrate von über 40 % auf. Die einfache Formel dieser Länder: Mehr Wohlstand, mehr Durst, mehr Trinker! Was dabei die wirkliche Frechheit ist: Menschen aus asiatischen Ländern vertragen Alkohol viel schlechter. Sie haben schlichtweg weniger des Enzyms Alkoholdehydrogenase – ein essentielles Instrument beim biochemischen Abbau von Alkohol. Trotzdem schafften sie die schier unmögliche Aufholjagd, sitzen uns jetzt dicht im Genick und machen immer mehr an Boden gut.

Was haben wir aber gemacht, während die anderen aufholten? Wir tranken weniger! Lassen uns fast einholen von Nationen, die von der Evolution gar nicht für das Trinken geschaffen sind. Unsere Mannschaft, ein Schatten ihrer selbst. Unsere Performance war schlichtweg miserabel und nicht zu entschuldigen. Minus 11 % in 13 Jahren – ein historischer Rückgang. Eine mehr als überfällige Trainerdiskussion entbrannte trotz dieser Zahlen nicht. Was hätte der Mundel wohl dazu gesagt? Man will ihn lieber nicht mit diesen Statistiken echauffieren.

“Erfolgsstory” unserer Nation

Diesem Desaster vorangegangen waren bewundernswerte Zeiten: Der durchschnittliche Alkoholkonsum stieg in den Nachkriegsjahren mit dem wachsenden Wohlstand sukzessive an. Den Höhepunkt erreichte der Verbrauch letztendlich 1973. Der damalige Verbrauch war sensationell, lag bei 15,6 Litern/Jahr (34 Gramm/Tag). Ein Freudentag für die gesamte Nation. Mit den Lorbeeren dieser Ehrenbürger kann man sich aber leider nicht mehr das Haupt schmücken. Die Erfolgsmannschaft lebt zum Großteil leider nicht mehr. Für immer in Erinnerung bleiben wird aber eine sensationelle Zahl: 272 Halbe bzw. Krügerl Bier/Jahr. Eine Zahl so unglaublich schön und rein, man muss sie einfach noch einmal aufschreiben: 272!

Die Mannschaft ist tot! Es lebe die Mannschaft!

Zurück zu altem Ru(h)m – der Ruf der Gesellschaft!
Also wir verlieren jeden noch so lächerlichen Vergleich, uns was sagt die Gesellschaft jetzt: Sie prangert noch immer die Missverhältnisse an. Schon wieder röhrt es aus deren limitierenden Reihen: Trink kein Bier. Trink keinen Wein. Die Leute haben es dem Anschein nach noch nicht begriffen: “Wollen wir bei der nächsten WM wieder angreifen und um den Titel spielen, brachen wir Trainingslager, neue Trainer, eine ältere, erfahrenere Mannschaft, mehr Burgenländer (diese trinken einer Statistik zufolge österreichweit am meisten) etc. etc, aber keine Nörgler und Limitierer, die uns behindern.”
Wir müssen uns fragen: Warum verliert die Mannschaft im internationalen Vergleich immer mehr an Boden? Was kann man dagegen tun oder was sollte man dagegen tun? Besteht unserer Mannschaft aus Waschlappen? Wir brauchen Lösungen! Keine Querelen! Die Mannschaft ist tot – es lebe die Mannschaft!
Oder sollte man sich einer ganz anderen Thematik zuwenden: Sollte man sie vielleicht gar nicht mehr auf die Erfolgsbühnen zurückführen?

Es geht nicht um Rankings

Doch was macht die politische Führung? Sie erhört unsere Bitten nicht. Viel eher verordnet sie genau das Gegenteil – hat sich sogar vorgenommen den Konsum noch weiter zu drosseln – will unseren Sport zunichtemachen. Und mit was?
Mit Recht! Denn es geht in diesem Diskurs nicht um Mannschaften, Turniere und Rankings. Es geht um die Gesundheit und es geht vor allem um ein System!

Ist die Erfolgsgeschichte zu Ende?

Ich denke ja. Auf dieser “Erfolgsbühne” werden nämlich keine Geschichten über Ruhm, Glanz & Gloria aufgeführt und es werden auch keine Helden geboren. Bei den aufgeführten Stücken handelt es sich zu einem großen Teil um Dramen – ob soziale, gesundheitliche oder wirtschaftliche. Die “Mannschaft”, will und soll sich nicht mehr in Gefilden messen, die sie selbst schwächt. Eine Gesellschaft, die Stück für Stück weniger Alkohol trinkt, ist eine gesündere. Worin wir unsere “Mannschaft” und unseren “Sport” sehen, darin sieht der Staat, sieht das Gesundheitsministerium, Krankheiten, Tote und Kosten. Eine Bevölkerung, die weniger trinkt, ist deshalb erstrebenswert sowie wünschenswert.

Die Mannschaft ist passe. Die schwierigen Bedingungen, unter denen unsere Mannschaft gestartet ist, war das Spiegelbild der Gesellschaft. Diese entwickelt sich stärker in Richtung “verantwortungsvollen Trinkens”, als es vorangegangene Generationen je praktizierten. Die Umfragen, denen zufolge die Jugend weniger trinkt, sind sehr erfreulich – nicht das Sinnbild einer schwachen Gesellschaft. Dieser Entwicklung zugrundeliegend: Viele Erkenntnisse – und deren Veröffentlichungen. Die gesundheitlichen und sozialen Auswirklungen von Alkohol sind demnach enorm. Und es ist noch viel zu tun!

Der Beginn unseres Abstiegs – die Wissenschaft

Der Abstieg der “Mannschaft” wurde dabei eingeleitet durch unzählige Studien und deren Ergebnisse. Und umgesetzt durch Verordnungen und gesetzliche Regelungen, die auf diesen Studien basieren. Es wurden regelmäßig neue Grenzwerte veröffentlicht. Diese konnten im Schnitt zwar selten eingehalten werden, trotzdem erfüllten und erfüllen sie ihren Zweck, den Konsum einzudämmen. Seit 1973 sinkt demgemäß der Konsum wieder stetig, sowie beständig – ein Minus von über 33 % wurde bereits erreicht. Heute basiert eine der angesehensten Meinungen in diesem Zusammenhang, auf den Erkenntnissen, denen zufolge kein sicherer Alkoholkonsum existiert. Das heißt, jede zugeführte Menge wirkt sich auf den Körper schädlich aus.
Die aktuell geltenden höheren Grenzwerte sind dabei zum einen ein Kniefall vor der Industrie – und zum anderen berücksichtigen sie kulturelle Hintergründe. Man kann schließlich das Meer genauso wenig über Nacht trocken legen, wie eine Nation der Trinker und Säufer. Dazu braucht es viel eher gute Pläne und vor allem eines – Geduld.

Ist Alkohol gesund: Die Wissenschaft – die Fakten sprechen für sich

Gefährlicher Alkoholkonsum

2/3 des in Österreich konsumierten Alkohols wird in problematischer Menge oder von Alkoholkranken getrunken. Durchschnittlich 24 % der Männer und 10 % der Frauen konsumieren täglich eine Alkoholmenge, die ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellt (Alkoholmissbrauch und chronischer Alkoholismus). Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen des Zellgiftes sind außerordentlich. Fakt ist, der Alkoholkonsum siedelt sich hierzulande noch hoch und in der Mitte der Gesellschaft an. Die gesetzten Schritte entfalten ihre Wirkung noch zu schleppend. Alkohol verkörpert demnach noch immer die größte Sucht Österreichs – größer als das Glücksspiel. Die Meisten kennen folglich jemanden der zu viel bürstelt – oder trinken selber zu viel.

Die Folgen eines zu hohen Alkoholkonsums

Einer aktuellen Studie zufolge lassen sich, alle Altersgruppen zusammengenommen, rund zwei Prozent der Tode von Frauen und rund sieben Prozent der Tode von Männern auf Alkoholkonsum zurückführen.

Weltweit waren das 2016 rund 2,8 Mio. Menschen, die an den Folgen ihres Trinkverhaltens starben. Dazu zählen etwa Krebs, Tuberkulose, Leberzirrhosen und Schädigungen des Hirns sowie Autounfälle.

In der Gruppe von 15- bis 49-Jährigen stellt der Konsum von Bier, Wein und Co sogar die führende Ursache für einen frühzeitigen Tod dar – alkoholbedingte Unfälle sind hier häufiger – Männer stärker betroffen. Bevor man aber an den Folgen stirbt, gibt es auch zahlreiche alternative negative Auswirkungen für Leib und Leben. Kurz zusammengefasst wird man dosisabhängig dumm, impotent, abhängig, sozial unverträglich und fett – oder mehreres gleichzeitig.

Alkoholkrankheit und Limitationen

Trinkt man noch etwas mehr, respektive genehmigt man sich die eingangs beschriebenen sieben Bier auf ex vor dem Bettgehen, hat man es ohne Zweifel unter einen überaus privilegierten Kreis aus ca. 350.000 Österreichern und -Innen geschafft. Gratulationen an dieser Stelle – sollten Sie sich Ihre Sucht schon eingestanden haben. Sie sind nun einer von zehn denen dieses “Glück” zuteil wird. Zur Einstimmung: Ihre zukünftige Clique setzt sich aus 14 % Männern und 6 % Frauen zusammen. Bei der Behandlung Ihrer Krankheit wird es aber als besonderen Boni, an Vergnügung nicht mangeln.  Die Proportion an Frauen steigt nämlich immer mehr und man sollte auf diesem Wege im Nu eine nahezu geschlechtliche Ausgeglichenheit unter den Patienten erreichen können. Nun können Sie miteinander viel Spaß haben, sich gegenseitig euphorisieren – insofern Sie nicht gerade dabei sein sollten Ihre allgegenwärtigen Abhängigkeitssymptome zu überwinden. Auf dem basierend, kommt es bedauerlicher Weise regelmäßig und in Abhängigkeit vom gegenwärtigen Entzugsstadion zu körperlichen Reaktionen wie Übergeben, Halluzinieren und Ähnlichem.

Eine andere Nebenwirkung, die ebenfalls nicht sehr förderlich ist, in Anbetracht der immer besseren Geschlechterdurchmischung –  ist das Erektionsunvermögen, das Mann hier oft erleidet. Wie schade! Leider ist dieses Szenario aber überaus ortsüblich und gegebenheitsbezogen. Falls Ihnen die Behandlung deshalb nicht gefallen sollte, übernehmen wir zwar keine Haftung, wir schenken Ihnen aber Trost: Der Tod kommt zwar sowieso zu jedem – und das meistens zu früh – bei Alkoholkranken trifft diese Redewendung dann aber noch einmal eindringlicher zu. Denn die Lebenserwartung sinkt bei alkoholkranken Frauen im arithmetischen Mittel um 20 Jahre, bei Männern um 17 Jahre.

Jeder vierte Mann und jede zehnte Frau über 15 konsumieren täglich Alkohol über der Gefährdungsgrenze. Diese liegt für Frauen bei einer durchschnittlichen Zufuhr von 40 Gramm reinem Alkohol pro Tag, bei Männern bei 60 Gramm (ca. 20 Gramm sind etwa in einem Viertelliter Wein oder einem halben Liter Bier enthalten).

Die Abrechnung

Basierend auf diesen und folgenden Fakten, hat die Gesellschaft ein berechtigtes Interesse daran, wieviel wir trinken. Denn die Gesellschaft zahlt für das Gesundheitssystem. Und das Gesundheitssystem der Gesellschaft zahlt für die Erkrankungen und Folgeerkrankungen, die aufgrund eines zu hohen Alkoholkonsums zu tragen sind.

Die Ausgaben: Die Alkoholkrankheit kostet Österreich jährlich rund 740 Millionen Euro. In dieser Rechnung nehmen Produktionsausfälle infolge von Krankenständen, den höchsten Wert ein. Zusätzlich stehen hohe Kosten für direkte medizinische Behandlungen zu Buche. Die weiteren Aufwendungen fallen für Krankengeld, Pflegegeld, Invaliditätspensionen, Arbeitseinschränkungen, und Witwenpensionen an – zusätzlich zu den Risiken für Betroffenen und Dritte (Familienangehörige oder Straßenverkehrsteilnehmer).

Die Einnahmen: Dem entgegen stehen Einnahmen über die Alkoholsteuer.

Es existieren aber auch Gründe für eine finanzamtliche Entzückungsflut: Personen, die trinken, sterben viel früher – oftmals durch Unfälle. Das geht mehrheitlich tendenziell hurtig und ist preiswert. Das freut das Finanzamt sehr, denn das Pensionssystem wird so durch die höhere Sterblichkeit der Alkoholkranken “entlastet”.

Der Alkohol und die Nachhaltigkeit

Was hat der Alkohol mit dem Thema Nachhaltigkeit zu tun? Je mehr Alkohol getrunken wird, desto weniger Österreicher bleiben übrig die perspektivisch in unser System einzahlen und desto höher sind unsere Gesundheitsausgaben! Das bedeutet im Gegenentwurf: Weniger Alkohol = Mehr gesunde Österreicher = Weniger Gesundheitsausgaben – hört sich doch gut an!

Nicht jeder Alkohol ist ein Bösewicht

Auch wenn man sich oft einig ist, über die Gefahren, die von Alkohol ausgehen. Es gibt auch positive Aspekte. So dient das soziale Schmiermittel durch seine enthemmende Wirkung, zum Beispiel zur Festigung oder Knüpfung von Kontakten im Umfeld von Familien-, Freundes- und Nachbarschaftsfeiern und sonstigen festlichen Anlässen. Daneben ist der Alkohol auch ein wichtiger Teil von unserem Brauchtum – von unserer Kultur.

Als Versuch: Man bilde seinen Freundeskreis vor seinem inneren Auge ab – ziehe anschließend die Personen ab, die man infolge oder aufgrund von Alkohol kennt oder mit denen man öfter etwas trinkt – wie viele Personen bleiben übrig? Und wieviel Spaß wäre Ihnen dadurch entgangen? Auf Basis dieses Wissens widerspricht auch David Spiegelhalter dem vollständigen Verzicht. Der Forscher der University of Cambridge bemängelte: “In Anbetracht des Vergnügens, das mit moderatem Trinken verbunden ist, ist es kein Argument zu sagen, es gibt kein “sicheres Level”, “Es gibt auch kein “sicheres Level” von Autofahren, aber die Regierung empfiehlt den Menschen ja auch nicht, gänzlich aufs Autofahren zu verzichten.”

Blick in die Kristallkugel

Auch wenn ein Teil des Weges schon gegangen, der durchschnittliche Konsum schon gesunken ist, liegt er trotzdem noch weit über den aktuellen Empfehlungen und dem internationalen Schnitt. Die Österreicher trinken viel zu viel. Die Gesellschaft muss sich auf kurz oder lange weiterentwickeln, um überlebensfähig zu bleiben und um weniger Kosten sowie Krankheiten zu verursachen. Eine Inszenierung des Alkohols, wie hier für Veranschaulichungszwecke vorgenommen, in Richtung eines Turnieres, welches man gewinnen könnte oder müsste, indem man nur mehr trinke, ist mehr als falsch. Ein Aufbauschen zu einem Wettbewerb hilft nämlich in Wahrheit keinem – mit Abstand von der Alkohol produzierenden Industrie. Diese verzeichnet Jahr um Jahr Rekordumsätze – zulasten der Verbraucher. Bier-, Weinindustrie und Co haben wir es aber auch zu verdanken, dass es derartige Statistiken überhaupt und immer wieder geben wird. Deren Interesse an einem hohen Konsum ist verbrieft und selbsterklärend. Weitere Aufklärungsarbeit muss aber geleistet werden, um das Ziel zu erreichen. Ob das jetzt in der Weise erfolgen muss, indem man gar nichts mehr trinkt, ist fraglich, denn es gibt auch ein paar nicht zu übersehende positive Aspekte des gemäßigten Alkoholtrinkens.

Reinen Wein einschenken

Auch wenn der Ausgang der anstehenden Weltmeisterschaften vorprogrammiert ist, über den Ausgang seiner eigenen WM entscheidet jeder selbst. Wichtig sind die Einzelspieler und nicht die Mannschaft! Die Mannschaft ist nicht schwach – sie hat sich weiterentwickelt.

 

 

 

Der Alkoholkonsum wird und muss aufgrund des angesammelten Wissens sinken, das wird auch von  der WHO für die Zukunft prognostiziert.

*Derartige Vergleichsdaten sind ohnehin mit Vorsicht zu genießen: Glaube keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.

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Aber was sind die Grenzen für die täglichen Aufnahmemengen in Europa?

Eine Übersicht

Mehr Informationen zu Alkohol finden Sie hier: https://www.gesundheitswissen.de/ernaehrung/alkohol/

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