9,5 Tipps gegen Lebensmittelverschwendung (für Fortgeschrittene)

Neben den 24,5 Tipps gegen die Lebensmittelverschwendung (für Anfänger) können auch Fortgeschrittene ihren persönlichen Co2-Fußabdruck minimieren. Folgende Tipps stellen eine großartige Chance dar, Verschwendungsmentalität und übertriebene Vorsicht der Konsument(en) und -innen entgegenzuwirken. Aktionsplan für Fortgeschrittene 1. Lerne

Neben den 24,5 Tipps gegen die Lebensmittelverschwendung (für Anfänger) können auch Fortgeschrittene ihren persönlichen Co2-Fußabdruck minimieren. Folgende Tipps stellen eine großartige Chance dar, Verschwendungsmentalität und übertriebene Vorsicht der Konsument(en) und -innen entgegenzuwirken.

Aktionsplan für Fortgeschrittene

1. Lerne zu konservieren

Unterschiedliche Methoden Lebensmittel haltbar zu machen, existieren seit jeher.

Irgendwann wurde allerdings die Konservierung in Lebensmittel erzeugende Betriebe ausgelagert. Die Konventionalisierung von Lebensmitteln begann. Altes Wissen geriet in Vergessenheit. Im selben Atemzug  ging das Bewusstsein für unser Essen verloren. Die Verschwendung explodierte.

Deshalb führt die Bohnenpromenade nun eine Auffrischungskur für abgestorbene Nervenzellen und Synapsen durch. Denn, wer bewährte Küchentechniken beherrscht, um seine Reste zu konservieren, verschwendet keine Lebensmittel.

Konservierungsmethoden helfen grundsätzlich den Lebensmitteln dabei, nicht zu verderben. Dafür hemmen sie das Wachstum von Mikroorganismen. Folgende Möglichkeiten bieten sich euch: Fermentiert Obst und Gemüse mittels Milchsäuregärung! Legt Sachen ein! Das kann in Säure, Öl, Alkohol oder Salz passieren. Aber auch Zucker hemmt das Wachstum von Mikroorganismen. Macht also aus alten Früchten Marmelade und Gelee! Kandiert Obst und Früchte, um später portionsweise genießen zu können! Darüber hinaus führt auch der Entzug von Wasser durch Trocknen zum Erfolg. In dünne Stücke geschnitten, kann somit fast alles im Ofen bei rund 75 °C getrocknet werden. Motivierte können sich sogar noch im Pökeln und Räuchern versuchen.

2. Hört auf damit Sachen zu schälen

Habt ihr nicht aufgepasst, als es in der Schule hieß, unter der Schale steckt der Großteil der Vitamine? Noch dazu versprechen sogenannte „Sparschäler“ Dinge, die sie nicht halten können. Viel zu oft verstecken sich dahinter ungefütterte Schalenmonster, die sich durch die gesamten Einkäufe fressen. Genug. Die Sachen gut zu waschen reicht völlig aus – wenn es sich um biologisch und regional hergestellte Produkte handelt.

3. Seid kreativ bei der Verwertung von Essensresten

Macht etwas Sinnvolles mit euren Resten. Die Möglichkeiten sind hier unendlich. Man muss es nur versuchen.

Der Sud gekochter Kartoffelschalen eignet sich beispielsweise in Form von “Kartoffelwasser” hervorragend als Düngemittel – vor allem für Blumen.

Einige Seitling-Züchter besorgen sich ihren Nährboden und Düngemittel in Kaffeehäusern. Denn Kaffeesatz ist ebenfalls ein ideales Düngemittel. Reich an Nährstoffen. Mach es ihnen nach und verwende Kaffeesatz als Düngemittel.

Liegen zu Hause Obstreste herum, die bereits im Koma liegen und künstlich beatmet werden müssen. Rette sie, bevor es zu spät ist, und mache Mus, Chutney usw. daraus! Diese sind anschließend, luftdicht und keimfrei verschlossen, wieder einige Monate haltbar.

Du willst Strünke von Brokkoli, Champignon, Rosenkohl, Kraut etc. sowie Schale von etlichen Gemüsesorten nicht essen. Tue ihnen einen Gefallen und koche zumindest Suppe oder einen Gemüsefond daraus.

Verwende Karottenkraut zum Beispiel wie Petersilie und nutze es zum Verfeinern von Soßen oder für Salate. Dasselbe gilt für Kraut von Kohlrabi.

Mache aus altem Brot Auflauf, Croûtons oder Arme Ritter.

4. Kauft keine Fertigprodukte

Wer selbst mit frischen Lebensmitteln kocht, hat einen besseren Bezug zu seinen Nahrungsmitteln. Dadurch leben wir erstens gesünder, weil wir die Inhaltsstoffe unsers Essens besser kennen – und zweitens nachhaltiger. Das ist Fakt.

5. Püriere es

Beim Anblick von Stielen, Enden, Schalen etc.  läuft euch nicht gerade das Wasser im Mund zusammen. Kein Problem!  Zu Smoothie transformiert stoßen sogar diese ungeliebten Teile auf eine viel höhere Akzeptanz. Das Pürieren zu Smoothies kann dabei ein köstlicher Weg sein, um Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Die Stängel von Grün wie Grünkohl und Mangold sind voll mit Ballaststoffen und Nährstoffen und eignen sich daher hervorragend dazu.

Es soll aber auch Leute geben die nützen Obst- und Gemüsereste für Peelings. Und so geht’s: Verwelkte Kräuter, überreife Bananen und gehackte Brokkolistiele werden püriert. Anschließend wird diese verjüngende Tinktur ins Gesicht geschmiert. Und schon fühlen wir um 20 Jahre. Mindestens.

6. Kompostiere es

Sollten dann noch irgendwelche Lebensmittel übrig sein: Kompostiere sie, anstatt sie wegzuwerfen. Später düngen die zersetzen Reste wieder dein Gemüse und Obst im Garten. Und der Kreislauf ist perfekt. Das Ökosystem freut’s.

7. Sei ein Samenretter

Die ganze Welt liebt Kürbis. Gefühlt jeder zaubert sich aus Fruchtfleisch Suppe oder tolle Gerichte. Schüttet sich Kürbiskernöl über den Salat und nascht die gekauften Kürbiskerne. Dabei werfen die meisten Kürbiskerne beim Kochen in die Mülltonne. Das ist doch Wahnsinn. Verteilt sie doch einfach auf einem Blech. Und röstet sie dort bei 160 °C für 5-15 Minuten. Danach braucht ihr nie wieder geröstete Kürbiskerne kaufen. Wenden nicht vergessen.

8. Notiert die Ablaufdaten von Lebensmitteln und plant die ältesten in euer nächstes Essen ein

Wer gerne plant und organisiert, findet hier seine Berufung.

9. Gib Lebensmitteln eine zweite Chance

Ausgepresste Zitronen- oder Orangenschalen können in Wasser ihre nächste Bestimmung finden. Lass sie für dich Wasser zu einem einzigartigen Geschmackserlebnis aufpimpen.

Auch Tees können hier im wahrsten Sinne des Wortes, ihre zweite Bestimmung finden. Denn Teebeutel können nicht nur einmal mit Wasser aufgegossen werden. Trocknet die Beutel und lässt es sie noch einmal versuchen!

Dasselbe gilt für Lorbeerblätter, Zimtstangen, Nelken, Pfefferkörner und Kardamomkapseln. In Ihnen steckt genug Kraft für ein zweites Mal.

9.1. Sei kein Perfektionist

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